Online-Urlaubsbuchungen steigen in Deutschland

Einer Studie "Krise & Beyond: Multichannel-Dynamik in der Touristik 2009-2015" der GfK, Sempora, iProspect und Google Deutschland zufolge wird sich bis zur Saison 2014/ 2015 der Anteil der Onlinebuchungen von aktuell 28 Prozent auf 43 Prozent erhöhen. Für 29 Prozent der Deutschen ist das Web die zentrale Infoquelle für ihre Reisen.

In einer Analyse von Panelteilnehmern, die über Jahre ihr Reiseverhalten an die GfK berichten, konnte gezeigt werden, dass es Wanderbewegungen von der reinen Reisebürobuchung über die kanalübergreifende Buchung hin zur reinen Onlinebuchung gibt.

Dabei ist die Onlinebuchung nicht auf die jungen Urlauber beschränkt: Das besonders kaufkräftige Segment der Konsumenten über 50 Jahre hat im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich häufiger online gebucht. Vor allem der Pauschalurlaub wird verstärkt online recherchiert und auch im Internet gebucht.

Die Daten des ersten touristischen Halbjahres 2008/ 2009 zeigen einen überproportinalen Anstieg von Reisebuchungen, die komplett online abgewickelt wurden. Die prognostizierte Verlagerung des Informations- und Kaufprozesses ins Internet wird damit bereits jetzt übertroffen: Ein Drittel aller Reisen wurden im Winterhalbjahr online gekauft.

Die Wirtschafts- und Finanzkrise dürfte Auslöser für die Beschleunigung sein: Konsumenten neigen in ökonomisch schwierigen Zeiten dazu, ihre Kaufentscheidungen besser abzusichern und preissensibler zu sein. Der Rechercheprozess wird daher intensiviert.

Grundlage für die Studie ist eine Auswertung des GfK-Travelscope, in dem 20.000 private deutsche Haushalte regelmäßig zu ihren geplanten sowie gebuchten Urlaubsreisen befragt werden.